Kaspar Ewald

Kaspar Ewald

Musik

Kaspar Ewald — am Waldrand aufgewachsen — liebt jegliche Art von Gefilden, in welchen mehrere Biotope aufeinander stossen. Nachdem er als Teenager die gesamte Freizeit mit Schauspiel und seinen Jazzrock-Grossformationen Anarchodröhn und KGB (Kaspars Grosse Band) verbringt, studiert er von 1990–96 in Basel Komposition.

Das erste Stipendium der Stiftung Christof Delz ermöglicht Studienaufenthalte in Berlin, wo er sich weiterhin mit Schauspiel auseinandersetzt und an der HdK «Szenisches Schreiben» belegt, und Amsterdam, wo sein erstes grösseres Bühnenwerk «Brambilla» entsteht. Daraus hervorgehend gründet er 2000 «Kaspar Ewalds Exorbitantes Kabinett» (KEEK), das Musiker aus den Bereichen Klassik und Jazz zu einem amphibienartigen Klangkörper zwischen Jazzrock, Neuer Musik und Theater vereint. Seither nahm das Kabinett die Alben Räuber, Reptil und Ritter auf und tourte durch die Schweiz, Holland, Russland und begeisterte am Deutschen Jazzfestival Frankfurt sowie an den Leipziger Jazztagen Publikum und Presse gleichermassen.

Neben den Arbeiten für das Kabinett schreibt Ewald regelmässig Auftragskompositionen, zuletzt die Opern Isegrim und Lysistrate nach Aristophanes, die in Riga uraufgeführt wurde.

Ewald unterrichtet neben seiner Kompositionsklasse an der Zürcher Hochschule der Künste auch Musiktheorie, Polyrhythmik, Analyse Filmmusik sowie Gehörbildung und Ästhetik.

Auszeichnungen: 1997 Werkjahrbeitrag der Stiftung Christoph Delz 2001 Kulturpreis der Basellandschaftlichen Kantonalbank 2001 Förderpreis für Ensembles, Kanton Basel-Landschaft, Fachausschuss Musik 2003 Werkjahr der Stiftung Nico Kaufmann 2012 Credit Suisse Award for Best Teaching 2013 Kulturpreis des Kantons Basel-Landschaft